Geschichte der Erscheinungen


Vorwort

Diese Webseite wurde von zwei Personen gestaltet, die regelmässig Ostina besuchen. Hauptsächlich sollen drei Ziele erreicht werden.

1) Verbreitung der Botschaften der Madonna, in Befolgung Ihrer eigenen Worte (Botschaften: Nr. 19 vom 25/08/1996 und Nr. 23 vom 27/04/1997) und um Ostina als Gnaden- und Gebetsort bekannt zu machen (Botschaft Nr. 33 vom 27/12/1998).

2) Allen Personen, denen es nicht möglich ist Ostina zu besuchen, soll die Gelegenheit geboten werden ihre Gebetsmeinungen einzusenden. Diese werden am Tag der Erscheinung der Madonna in gedruckter Form in der Sakristei deponiert.

3) Geben Informationen um gelangen zu Ostina.

Ostina

Ostina ist ein aus wenigen Häusern bestehendes Dörfchen in der Nähe von Reggello, einer Gemeinde in der Provinz Florenz. Der Name Ostina könnte etruskischer Abstammung sein, wie auch römischer Herkunft. Bedeutet doch das altlateinische Wort Ort der Ölbearbeitung. Sicher ist, dass im Jahre 1295 schon die San-Tommaso-Kirche bestand, die wir heute noch bewundern können. Und die eine wichtige Rolle in der Geschichte der Erscheinungen einnimmt.

Alles begann am 10. Juli des Jahres 1993 an einem heissen Sommernachmittag. Silvana Orlandi, eine Hausfrau und Mutter von vier Kindern, spazierte mit ihrem Kind Giacomo in der Nähe des Kirchleins von San Tommaso. Unvermittelt sah sie eine kleine Rauchwolke. Im ersten Moment dachte sie an den Beginn eines Brandes. Dann nahm die Rauchwolke aber die Form einer menschlichen Gestalt an. Die Gestalt fragte sie, ob sie zu einem Gespräch bereit sei. Wenn sie einverstanden sei, solle sie sich am fünften Tag in der Sakristei der Kirche einfinden.

Es waren fünf schreckliche Tage. Silvana wagte nicht einmal mit ihrem Mann Luciano davon zu sprechen. Sie befürchtete als verrückt gehalten zu werden. Unter anderem war sie bis jetzt nicht eine sehr religiöse Frau gewesen. Die Kinder hatte sie nur aus Gewohnheit statt aus Überzeugung taufen lassen. Am Tag des Treffens kehrte sie allein in die Kirche zurück. Alle Befürchtungen waren verschwunden. Sie fühlte sich von einer grossen Energie durchströmt. In der Sakristei, gegen 18 Uhr, fiel sie das erste Mal in Trance und hatte die Göttliche Vision. Sie erhielt die erste Botschaft zur Übermittlung an die Gläubigen. Die von wenigen Personen bekannte kleine Kirche, sollte in kurzer Zeit zu einem von grossen Pilgerscharen besuchten marianischen Zentrum werden.

Nach der zweiten Erscheinung, traute sich Silvana ihrem Mann und dem Pfarrer von Viaggo, Don Emanuele, alles zu erzählen. Der Bericht über die Erscheinungen fing an bekannt zu werden und um diese Zeit geschah die erste Heilung. Dies wurde dokumentiert und es gibt genaue Zeugnisse. Ein weiterer Termin wurde angekündigt und bei dieser Gelegenheit bekannte sich die Erscheinung als Heilige Jungfrau und lud jeden ein, viel zu beten. Nach der Beschreibung Silvanas erschien die Heilige Jungfrau wie ein junges Mädchen, schlicht gekleidet, mal in blau, weiss, oder braun. Am 8.12.1993, dem Tag der Unbefleckten Empfängnis sagte die Jungfrau Maria, die in blau gekleidet war, die Kirche solle für der Versöhnung ... mit unserem Herrn allen armen Seelen gewidmet sein ...

Jedes Mal bei Beginn der Erscheinung kündigt Maria das Datum der nächsten Erscheinung an. Der Zeitpunkt wechselt, der Erscheinungsort aber bleibt immer der gleiche: die Sakristei der Kirche von Ostina. In der Zwischenzeit hatte sich die Kunde der Erscheinungen verbreitet. Hunderte von Personen nahmen an den Treffen teil. Die ersten Gebetsmeinungen wurden eingereicht. Es sind Bitten an die Madonna um Intervention. Handgeschriebene Zettel, zuerst Dutzende, dann Hunderte. Sie werden in einer Glasvase auf den Altar gestellt.

Bei der nächsten Erscheinung am 29. Mai 1994 war die Madonna weiss gekleidet mit der Krone in der Hand. Bei dieser Gelegenheit erklärte sie die Madonna der Versöhnung zu sein.

Weitere Erscheinungen folgten. Die Madonna bittet immer zu beten, viel zu beten, ...denn nur das Gebet hält das Böse fern... In diesem Zeitraum wurde vom Bischof von Fiesole, Monsignore Luciano Giovannetti, eine Spezialkommission ernannt, um die Ereignisse in der Kirche von Ostina zu beobachten.

Für Silvana begann der Moment der Prüfungen. Bosheiten und Eifersucht von Ungläubigen, aber auch eine lange Reihe von Prüfungen und Untersuchungen, die sie aus Gehorsam gegenüber der kirchlichen Behörde annahm. In dieser Zeitperiode gab es auch Ereignisse, die ganz nach Angriffen des Bösen aussahen.

Die Erscheinung vom 8. Dezember 1994 ist wichtig. Es ist die neunte Botschaft der Madonna an Silvana. Sie war blau gekleidet und sagte: ...sage deinem Pfarrer, dass ich noch sehr lange am letzten Sonntag jedes zweiten Monats kommen werde... Bei der gleichen Gelegenheit sagte sie: ...Ehrt den Vater und den Sohn, denn der Vater und der Sohn und die Menschen der Erde sind eine Einheit...

Schon am Anfang der Erscheinungen, aber auch noch heute geschehen unglaubliche Episoden und echte Geheimnisse, für die es keine natürliche Erklärungen gibt. Eine Gemeinsamkeit, die Ostina mit anderen marianischen Erscheinungsorten teilt. Ein Phänomen ist die Sonne, die pulsiert und rotiert und sich mit blossen Augen betrachten lässt. Sonnenstrahlen, die unvermittelt die Kirche an einem stark bewölkten Tag erleuchten. Seltsame Vogelflüge gegen die Kirche in Momenten, wenn die Madonna Silvana erscheint. Bilder, die auf Fotos erscheinen, wie die Umrisse der Madonna oder diejenigen einer leuchtenden Türe am Firmament. Dass es sich nicht um fotografische Tricks handelt ist klar, denn all dies geschieht mit Polaroid-Apparaten unter den Augen aller Beteiligten. Jede Person, die Ostina besucht hat, kann bestätigen mehrere solche Vorkommnisse erlebt zu haben. Vielzählig und solcher Art sind die Dinge, die in Ostina geschehen. Es ist praktisch unmöglich alles zu erzählen.

Man redet auch viel von Heilungen. Dies beweisen die Gedenktafeln, die rechts vom Hauptaltar der San-Tommaso-Kirche in der Nische der Madonna der Versöhnung aufgehängt sind. Vielfach sind es junge und jüngste von unheilbaren Krankheiten Geheilte, denen die ärztliche Wissenschaft keine Hoffnung mehr geben konnte. Von verschiedenen Personen kennt man die Namen und Adressen. Man weiss auch, dass sie mit einer medizinischen Dokumentation bei den kirchlichen Autoritäten Zeugnis ablegen wollen. Vielfach ziehen es die Personen vor mit einer symbolischen Geste Zeugnis abzulegen, wie etwa der kostbare Ring, der dem Finger der Statue der Madonna in der Sakristei übergestreift wurde. Da die Kirche für den ständigen Fluss der Gläubigen immer geöffnet ist, konnte es geschehen, dass ein Übelgesinnter der Statue den Finger brach, um den Ring zu stehlen. Die Reaktion war von einer solchen Art, dass der Dieb wohlweislich den Ring zurück gab.

Eine weitere gewöhnliche Szene, der die normalen Benutzer des Kirchleins von Ostina ausgesetzt sind, verursachen die Wutanfälle der "Besessenen". Wenn die Prozession, die normalerweise der Erscheinung folgt, das heisst, wenn die Gläubigen in die Sakristei strömen, wo Silvana der Madonna begegnet ist, passiert es öfters, dass eine Person, wenn sie in die Nähe der Türe der Sakristei kommt, beleidigende Schreie und Flüche auszustossen beginnt, die Umstehenden erschrocken der Verwunderung überlassend. In diesen Fällen gelingt es den freiwilligen Ordnungsleuten nur mit Mühe diese Person in die Sakristei zu bringen. Minuten später, wenn diese Person die Kirche verlässt, ist sie ruhig geworden und mischt sich unauffällig unter die Anwesenden. Auch diese Vorfälle sind es wert, darüber nachzudenken.

Es ist unmöglich von allen Ereignissen zu sprechen, die mit den einzelnen Erscheinungen verbunden sind, aber es ist Pflicht von einigen Ereignissen zu berichten. Für kurze Zeit wurden alle religiösen Funktionen in der Kirche von Ostina aufgehoben. Gegenwärtig wurden nicht nur alle religiösen Funktionen wieder aufgenommen, sondern vom Februar 2001, am Tag der Erscheinung, sind in der Kirche und in der Sakristei Gruppen von Gläubigen mit Vorrang für die Kranken und die Invaliden zugelassen.

Im Juni 2000 hält die medizinisch-theologisch-wissenschaftliche Kommission mit Vorsitz eines Exorzisten-Paters und zusammengestellt aus Juristen und Wissenschaftlern fest: "Es ist nicht nötig zur Hypothese einer übernatürlichen Erklärung der Ereignisse in Ostina zu greifen". Von Seiten der Kurie in Fiesole wird beigefügt: "Der Kult, im übrigen recht bescheiden, der in dieser Pfarreikirche weiter geht, hat zum einzigen Zweck die Gebete der Gläubigen zu begleiten".

Trotz der Beobachtungen der Kurie sei hier festgehalten, dass der Bischof nicht persönlich interveniert hat. Einzig in seinen Händen liegt die ganze Gerichtsbarkeit der Diözese.

Die Haltung der Kirche zeugt von natürlicher Vorsicht, wie es sich für die Manifestationen dieser Art geziemt, wie auch für Medjugorje. Die Pilger, getreu den Botschaften der Madonna, werden weiterhin nach Ostina pilgern, um die Madonna anzurufen und ihre Gnaden zu erbitten.